Die Zukunft der Kunst(schaffenden)

Spannende Debatte am After The Algorithm Festival, Zürich. Ich war neugierig, ob meine Gedanken auch andere teilen. Tun sie 😇 .

An Kunsthochschulen wird KI oft als Bedrohung wahrgenommen, dabei bleiben Handwerk und kulturelles Verständnis die Grundlage für ästhetische Urteilskraft. Junge Menschen müssen regelrecht «akquiriert» werden. Salopp gesagt: «Rein mit dem Pinsel, raus mit dem Prompt.» AI Literacy muss Teil der Ausbildung sein, um eine dezidierte und reflektierende Haltung zu entwickeln, denn was bedeutet heute schon Authentizität?

Die Kulturförderung ist komplex: Wann ist es kreieren, wann ist es generieren? Die Frage stellt sich neu, wann ein KI-Werk überhaupt Kunst ist. Dann, wenn es emotional berührt? Diese Aussage gefällt mir sehr.

Bei der Suisa ist es kompliziert: Laut Definition ist ein «geschützes Werk mit geistigem Eigentum» = «eine Schöpfung mit individuellem Charakter». Wusstet ihr, dass selbstgeschriebene Lyrics kombiniert mit einem Prompt heute bereits schützbar sein können?

Im Design zeigt sich ein Wandel, der weit über frühere technologische Entwicklungen hinausgeht. KI ist nicht nur Werkzeug, sondern verändert das System selbst, mit grossem Zerfall auf der einen und neuen Chancen auf der anderen Seite.

Das Entscheidende: Je stärker sich das Mittelmass verbessert, desto wichtiger wird es, herauszustechen und mehr menschliche Qualität zu liefern! KI spart keine Zeit, eröffnet aber neue, kreative und explorative Räume für diejenigen, die ihr mit Neugier und Offenheit begegnen.

Danke für diesen spannenden Abend.

Wer das nächste Mal mit debattieren möchte, schaut am Panel «Ist es Kunst oder kann das weg?» an der AI in Marketing Switzerland am 29.4.26 in ZH vorbei. Ich bin dabei und freu mich drauf!

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